Kleine Garnkunde: Sommergarne

Vielleicht ist es euch bekannt dass es bei manchen Garnlabels eine eine Winter- und eine Sommerkollektion gibt, und dazu könnt ihr auch noch die passenden Garne erwerben. Für euch möchte ich kurz erläutern welche Materialien ihr oft in den sogenannten Sommergarnen enthalten sind und welche besondere Eigenschaften diese enthalten.

Sommerliche Naturfasern

neben der üblichen Wolle der Tiere, gibt es auch Fasern die von der Natur gewonnen werden und aufgrund ihrer Eigenschaften für die warme Jahreszeit geeignet sind. Zu diesen gehören folgende Garne:

  • Baumwolle = wohl eine der bekanntesten Fasern die vom Baum (wie der Name schon sagt) gewonnen werden. Garne mit reiner Baumwolle haben meist eine sehr weiche Struktur, sind meist ab Nadelstärke 5 und haben sehr blasse Farben. Sie werden meist mit anderen Natur- oder Kunsfasern gemischt um eine feinere Struktur und kräftigere Farbe zu erhalten. Baumwolle eignet sich perfekt für Oberteile mit einem glatten oder aufwendigen Muster, zum häkeln oder sogar für Bikins die nass werden dürfen. Ein Alleskönner unter den Sommergarnen!

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  • Seide = wird aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen, leider wird bei der Gewinnung von Seide die Raupe getötet. Seide ist ein reines Protein, das als reines Garn sehr teuer sein kann. Sie verleitet der Wolle einen glänzenden Schimmer und ist meist an kleinen Nadelstärken (ab 2,5) vertreten. Sie eignet sich daher für edle und leichte Oberteile und ist nur in geringen Maßen strapazierfähig

 

  • Leinen = ist ein pflanzliches Naturprodukt das aus Fasern einer Pflanze gewonnen wird. Wenn es nicht zu fein verarbeitet wurde so hat es eine etwas raue „harte“ Struktur und ist nicht so dehnbar wie andere Fasern. Glatt rechts gestrickt sorgt es für eine etwas unruhige und rustikale Struktur, dass meiner Meinung nach gut zum Sommer passt. Ich stricke sehr gerne Tops daraus wie zum Beispiel das Sommertop aus dem vergangenen Jahr.

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  • Mais, Soja und Holz = wie der Name schon sagt werden diese aus den entsprechenden Fasern gewonnen, meine Erfahrungen sind hierzu sehr gering, daher bin ich hier auf eure angewiesen.

Künstliche Fasern

Neben Naturfasern gibt es auch künstlich hergestellte Fasern, sog. Chemiefasern, diese sind auch oft in Sportkleidungen vertreten und nennen sich unter anderem Polyester, Polyamid, Elasthan usw. Sie helfen die Garne etwas weicher zu machen so dass sie angenehmer zu stricken sind, meist sind Naturfasern und Chemiefasern miteinander vermischt, jedoch solltet ihr darauf achten dass der %-Anteil der Naturfasern höher ist als der der künstlichen. Zu viel Chemiefasern kann zu Schwitzen, Schweißgeruch und Ausschlag führen.

Das gilt übrigens nicht nur für Wolle sondern auch für Kleidung die wir im Laden kaufen!

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Demnächst möchte ich das neue Leinen Garn von Lana Grossa testen, hat hierzu jemand schon Erfahrungen gemacht?

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